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Seit Frühjahr 2003 nahmen wir regelmäßig unseren Hund Tayler mit in unsere damalige Arbeitsstätte, eine sozialpädagogische Tagesgruppe für Kinder und Jugendliche. Die Kinder waren begeistert von dem kleinen Welpen, mußten aber bei aller Freude auch schnell lernen, auf ihn Rücksicht zu nehmen. 

Vom ersten Tag an konnten wir feststellen, daß schon die alleinige Anwesenheit des Hundes große Auswirkungen auf die Kinder hatte:

  • Der allgemeine Geräuschpegel sank enorm.
  • Die Kinder kamen freudiger in der Gruppe an und wollten den Hund begrüßen.
  • Das "Klima" in der Gruppe war angenehmer, wenn der Hund dabei war.
  • Das oft ausgeübte gegenseitige Treten unter dem Tisch hörte gänzlich auf.
  • Die Gesprächsbereitschaft stieg, oft eingeleitet durch Themen über den Hund.
  • Die Kinder erzählten überall stolz von ihrem "Gruppenhund".

Auf Grund unserer positiven Erfahrungen in der Gruppe und den neuesten Entwicklungen in den Bereichen der "Tiergestützten Pädagogik" war uns schnell klar, daß hier ein rießiges Potential schlummerte, das geweckt werden wollte. Allerdings fehlte das notwendige Basiswissen und so machte ich mich auf die Suche nach einer geeigneten Ausbildung...



Da der Begriff "Therapiehund" oder "Therapiebegleithund" in Deutschland nicht geschützt ist, werden die unterschiedlichsten Ausbildungsgänge mit den unterschiedlichsten Inhalten und auf unterschiedlichstem Niveau angeboten.

Therapiehunde können in 3 Bereiche unterteilt werden:  

1. Besuchshund




Der Besuchshund ist ein ruhiger und umgänglicher Hund der mit (oder auch ohne) spezieller Ausbildung mit seinem Hundeführer Besuche in Institutionen wie Altersheimen, Schulen oder auch zu Hause macht. Oft führt schon die Anwesenheit und positive Ausstrahlung des Hundes für ein Wohlgefühl und eine Besserung bei den besuchten Menschen. 
2.Therapiebegleithund



Ein meist speziell ausgebildeter Hund der mit seinem Hundeführer eine geplante Therapie am Menschen begleitet. Diese Therapie wird immer von einem ausgebildeten Therapeuten, Arzt, Logopäden, Pädagogen etc. verantwortet und begleitet.
3.Therapiebegleithund



Hier ist der Therapeut, Arzt, Logopäde, Pädagoge etc. selbst der Hundeführer. Gemeinsam hat er mit seinem Hund eine spezielle Ausbildung gemacht um dann den Therapiebegleithund in geeigneter Weise und möglichst effektiv in die Therapie mit einzubinden.

Nach langem Suchen und sorgfältiger Auswahl habe ich mich für die "Steinfurter Therapiebegleithundmethode" entschieden. Die für mich ausschlaggebenden Gründe für diesen Ausbildungsweg waren, daß hier keine Pauschaltherapiehunde ausgebildet werden (die natürlich mit anderen Aufgabenstellungen in ihren Bereichen durchaus ihre Berechtigung haben), sondern ein Therapiebegleithund-Team als hochqualifizierte Einheit, die in ihrem Arbeitsfeld gemeinsam und fachspezifisch einen hohen Wirkungsgrad erzielen will. Dieses hohe Niveau der Ausbildung wird meiner Meinung nach durch folgende Punkte begünstigt:

  • Ausbildung nur für Pädagogen, Therapeuten, Ärzte, und verwandte Berufe.
  • Starke Orientierung am Einsatzgebiet des Therapiebegleithund-Teams.
  • Starker Verbund von Theorie und Praxis durch Blockunterricht.
  • Berücksichtigung der charakterlichen Veranlagungen des Hundes.
  • Sehr individuell gestaltete Ausbildung.
  • Video-Dokumentation über den fachgerechten Einsatz im Arbeitsfeld.

Mein erster von vier Ausbildungsblöcken begann im September 2004. Im April 2005 haben Tayler und ich die Prüfungen in allen drei Bereichen  -Schriftliche Prüfung, Praktische Prüfung und Videodokumentation-  erfolgreich abgelegt.

Damit erhielten wir die Anerkennung desTBD e.V.  (Berufsverband Therapiebegleithunde Deutschland e.V.) sowie die Erlaubnis, nach den Richtlinien des TBD e.V. als Therapiebegleithundteam tiergestützt zu arbeiten.

        Entspannungsübung                      Abliegen im Wald                          Schaukeltraining         


Mit zunehmendem Ausbildungsstand veränderte sich auch Tayler´s Aufgabe in der Gruppe: - Weg vom Hund, der oft in der Gruppe eben einfach "nur" dabei war - Hin zum Hund, der zu gezielten Einsätzen der tiergestützten Pädagogik in die Gruppe kommt. Während dieser gezielten Einsätze darf Tayler hochkonzentriert arbeiten (bei einem Australian Shepherd kann man wirklich von arbeiten dürfen reden!), danach hat er seine wohlverdienten Ruhephasen auch nötig. Ein Hund benötigt c.a. 12 bis 18 Stunden Ruhephasen über den Tag verteilt, je größer die Anstrengung, je mehr Ruhephasen sind auch notwendig.

           

Inzwischen verbringt Tayler deutlich weniger Zeit in der Gruppe, die Zeit die er anwesend ist, ist dann aber auch zielgerichtet geplant.

     

Die tiergestützte Pädagogik ist bei den Kindern sehr beliebt und die Azeptanz sehr groß. Schnell wurde uns deutlich, daß ein Hund alleine mit den Aufgaben überfordert ist. Tayler hat seit Dezember 2004 Unterstützung von Floyd erhalten. Wir haben Floyd gezielt für diese Aufgabe beim Züchter ausgewählt, ihm dann die entsprechende Prägung und Sozialisation ermöglicht, um auch ihn, wenn er sich weiterhin so gut entwickelt und sich für diese Arbeit eignet, zum Therapiebegleithund ausbilden zu können.

Die konkreten Einsätze des Therapiebegleithundes sind auf die jeweiligen Ziele der Hilfepläne abgestimmt. Die Schwerpunkte liegen sowohl in gruppenpädagogischen als auch in individualpädagogischen Bereichen.


 
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